Als Private Network – auch In-House-Programm oder Eigenlösung – bezeichnet man ein Partnerprogramm, das ein Merchant ohne Affiliate-Netzwerk betreibt. Tracking, Partnerverwaltung, Freigabe und Auszahlung liegen bei ihm selbst oder bei einem technischen Dienstleister, den er direkt beauftragt.
Was dafür spricht
Der Merchant schließt Verträge unmittelbar mit den Partnern, hält die Daten im eigenen Haus und zahlt keine netzwerkabhängige Transaktionsgebühr auf jeden Sale. Bei sehr hohem Volumen oder wenigen, festen Partnerbeziehungen kann das die günstigere Struktur sein.
Was dagegen spricht
Ein Netzwerk bringt Reichweite in den Publisher-Markt, eine etablierte Abrechnung und eine neutrale Instanz bei Streitfällen mit. All das muss ein Private Network selbst aufbauen: Partner müssen einzeln gewonnen werden, jeder Partner braucht eine eigene Rechnungsbeziehung, und die Zahlungsfähigkeit des Merchants ist für den Partner nicht durch einen Dritten abgesichert.
Mischformen
Verbreitet ist die Kombination: Ein Programm läuft im Netzwerk, einzelne große Partnerschaften laufen daneben direkt. Für die Auswertung heißt das, dass zwei Datenquellen zusammengeführt werden müssen.
