Traffic-Auffälligkeiten erkennen: die wöchentliche Prüfroutine
Traffic-Auffälligkeiten erkennen: die wöchentliche Prüfroutine Im Wiki steht, welche Betrugsmuster es im Affiliate-Marketing gibt. Das ist die eine
Hälfte. Die andere ist die Frage, woran man sie in den eigenen Zahlen erkennt –
und die stellt sich im Alltag deutlich häufiger.
Denn die meisten Auffälligkeiten sind kein Betrug. Sie sind Tracking-Fehler, falsch
eingebundene Werbemittel oder ein Partner, der etwas ausprobiert. Nur sehen sie am
Anfang alle gleich aus.
Sechs Muster, die eine wöchentliche Durchsicht sichtbar macht.
1. Klicks ohne Sales – über mehrere Tage
Ein Partner sendet Traffic, aber nichts konvertiert. Über ein, zwei Tage ist das
normal. Über eine Woche mit dreistelligen Klickzahlen ist es ein Signal.
Die häufigste Ursache ist harmlos und ärgerlich zugleich: ein defekter Deeplink, ein
Werbemittel, das auf eine 404 zeigt, oder eine Kampagne auf ein ausverkauftes Produkt.
Das lässt sich in fünf Minuten klären – wenn man hinsieht.
2. Sales ohne vorherige Klicks
Das umgekehrte Muster, und das ernstere. Wenn Sales auflaufen, ohne dass in den Tagen
davor entsprechender Traffic verzeichnet wurde, stimmt etwas mit der Zuordnung nicht.
Mögliche Ursachen reichen von einem doppelt eingebundenen Tracking-Code über eine
falsch konfigurierte Weiche bis zu Cookies, die ohne echten Klick gesetzt werden. Wie eine
Trackingweiche das verhindern soll, steht im Beitrag zur
Trackingweiche.
3. Eine Conversion-Rate, die zu gut ist
Eine ungewöhnlich hohe Conversion-Rate ist kein Grund zur Freude, sondern zur
Nachfrage. Ab welchem Wert es auffällig wird, hängt vom Modell ab: Bei Content-Partnern
liegt sie naturgemäß niedriger als bei Gutschein- oder Cashback-Partnern, die erst ganz
am Ende der Journey greifen.
Der Vergleich, der zählt, ist nicht der Absolutwert, sondern der Abstand zu ähnlichen
Partnern desselben Modells. Fällt einer deutlich heraus, sieh dir an, wo genau der Klick
entsteht.
4. Traffic zu unpassenden Zeiten
Deine Zielgruppe hat ein Tagesmuster. Wenn ein Partner davon stark abweicht – etwa
gleichmäßig über 24 Stunden verteilt, ohne Nachtabfall –, lohnt ein Blick auf die
Quelle. Gleichmäßigkeit ist selten menschlich.
5. Ein neuer Partner mit sofort hohem Volumen
Nicht per se verdächtig, aber immer einen Kontakt wert. Wer aus dem Stand relevante
Mengen liefert, hat entweder eine etablierte Reichweite – dann willst du die Beziehung
ohnehin aufbauen – oder eine Methode, die du kennen solltest.
Der Anruf oder die Mail dauert zehn Minuten und beantwortet beide Fälle. Sie ist
außerdem der beste Zeitpunkt für den Beziehungsaufbau, den du später nicht mehr
nachholst.
6. Stornoquote, die bei einem Partner steigt
Die Gesamtquote verdeckt fast alles. Aufgeschlüsselt nach Partner wird sie
aussagekräftig – und meist zeigt sich das Problem lange, bevor die Summe reagiert.
Was die Quote für die tatsächliche Auszahlung bedeutet, rechnet der
Freigabequoten-Rechner.
Die Routine
Einmal pro Woche, zwanzig Minuten:
- Partnerstatistik der letzten sieben Tage, sortiert nach Klicks.
- Die obersten zehn und alle neuen Partner ansehen.
- Für jeden: Klicks, Sales, Conversion-Rate, Stornoquote – im Verhältnis zur Vorwoche.
- Bei Auffälligkeiten: erst die eigene Technik prüfen, dann den Partner fragen.
Diese Reihenfolge ist wichtig. Der überwiegende Teil der
Auffälligkeiten geht auf die eigene Seite zurück – ein Werbemittel, ein Link, eine
Feed-Aktualisierung. Wer zuerst den Partner beschuldigt und dann den eigenen Fehler
findet, hat die Beziehung beschädigt und nichts gewonnen.
Die Muster, die tatsächlich auf Betrug hindeuten, stehen im Wiki-Kapitel
Fraud-Erkennung und Prävention. Der Alltag besteht
allerdings aus den anderen fünf.
Spotting traffic anomalies: the weekly check
The wiki lists which fraud patterns exist in affiliate marketing. That is one half. The other is the question of how you recognise them in your own numbers — and that comes up far more often in daily work.
Because most anomalies are not fraud. They are tracking errors, badly embedded creatives, or a partner trying something out. They just all look the same at first.
1. Clicks without sales — across several days
A partner sends traffic but nothing converts. Over a day or two that is normal. Over a week with three-digit click counts it is a signal.
The most common cause is harmless and annoying at once: a broken deeplink, a creative pointing at a 404, or a campaign on a sold-out product. Five minutes to clear up — if you look.
2. Sales without preceding clicks
The inverse pattern, and the more serious one. If sales accumulate without corresponding traffic in the days before, something is wrong with attribution.
Causes range from a tracking code embedded twice through a misconfigured switch to cookies set without a real click. How a tracking switch is meant to prevent that is in the piece on the tracking switch.
3. A conversion rate that is too good
An unusually high conversion rate is no cause for joy but for a question. What counts as conspicuous depends on the model: with content partners it is naturally lower than with voucher or cashback partners, who only take hold at the very end of the journey.
The comparison that matters is not the absolute value but the distance to similar partners of the same model. If one stands out clearly, look at where exactly the click originates.
4. Traffic at implausible hours
Your audience has a daily pattern. If a partner deviates strongly — evenly spread across 24 hours with no night-time dip, for instance — the source is worth a look. Evenness is rarely human.
5. A new partner with immediate high volume
Not suspicious per se, but always worth a contact. Whoever delivers relevant volume from a standing start either has established reach — in which case you want the relationship anyway — or a method you should know about.
The call or email takes ten minutes and answers both cases. It is also the best moment for the relationship-building you will not catch up on later.
6. Cancellation rate rising with one partner
The overall rate conceals almost everything. Broken down by partner it becomes meaningful — and usually the problem shows long before the total reacts.
What the rate means for actual payout is computed by the approval rate calculator.
The routine
Once a week, twenty minutes:
- Partner statistics for the last seven days, sorted by clicks.
- Look at the top ten and all new partners.
- For each: clicks, sales, conversion rate, cancellation rate — relative to the previous week.
- On anomalies: check your own technology first, then ask the partner.
That order matters. The bulk of anomalies traces back to your own side — a creative, a link, a feed update. Blame the partner first and find your own mistake afterwards, and you have damaged the relationship and gained nothing.
The patterns that really do indicate fraud are in the wiki chapter Fraud detection and prevention. Everyday life, however, consists of the other five.
