WKZ plus Rabatt zusammen kalkulieren – für Aktionen mit Gutschein-Publishern.
WKZ-Rechner: Couponing-Aktionen
Zweite Variante für Aktionen mit Gutschein-Publishern: Zusätzlich zum WKZ fällt pro Sale ein Rabatt an – als Prozentsatz oder Fixwert – der die Deckung pro Sale drückt. Der Rechner zieht den Rabatt sauber vom Umsatz ab und stellt Rabatt- und Provisionskosten separat aus.
Mindestens: WKZ, AOV netto vor Rabatt, Rabatt (Prozent oder Fixwert brutto mit MwSt), Provision, Netzwerkgebühr und die gewählte Zielgröße.
Der Rabatt wirkt an zwei Stellen: Er reduziert den Umsatz, auf den ROAS und Kostenquote bezogen werden, und er ist selbst ein Kostenblock. Der Prozent-Rabatt bezieht sich auf den Netto-Warenkorb vor Steuer, so wie ihn Netzwerkstatistiken ausweisen. Fix-Gutscheine sind der Brutto-Wert und werden über die MwSt in den Netto-Effekt umgerechnet. Die Provision fällt auf den rabattierten Umsatz – so wie es die Netzwerke standardmäßig abrechnen. Ist die Deckung pro Sale negativ, ist die Aktion mit keinem Volumen erreichbar; ein größerer Warenkorb oder eine kleinere Rabattstufe wären dann die Stellhebel.
Wozu dient der WKZ-Rechner: Couponing-Aktionen?
Die Couponing-Variante des WKZ-Rechners bildet Aktionen mit Gutschein-Publishern ab, bei denen zusätzlich zum WKZ ein Rabatt pro Sale gewährt wird. Der Rabatt wirkt doppelt: Er reduziert den Umsatz, auf den ROAS und Kostenquote bezogen werden, und er ist selbst ein Kostenblock. Der Rechner zieht den Rabatt sauber ab und stellt Rabatt- und Provisionskosten separat aus. Rabatt-Art wählbar zwischen Prozent (auf Netto-Warenkorb) und Fixwert (Brutto, wird über MwSt umgerechnet).
Formel und Berechnung
Rabatt pro Sale = AOV × Rabatt% oder Gutscheinwert ÷ (1 + MwSt%)AOV nach Rabatt = AOV − RabattDeckung pro Sale = AOV_nach × Zielquote% − Rabatt − Provision × (1 + Fee%)Benötigte Sales = WKZ_eff ÷ Deckung pro Sale
Beispielrechnung
Bei 500 € WKZ, 120 € AOV, 10 Prozent Rabatt, 8 Prozent Provision, 30 Prozent Netzwerkgebühr und Ziel-ROAS 5:1: Deckung pro Sale nur −1,63 € – die Aktion ist mit keinem Volumen erreichbar. Bei nur 5 Prozent Rabatt wird die Deckung positiv (4,94 € pro Sale), benötigt werden 102 Sales.
Häufige Fehler
Die häufigste Fehleinschätzung: ein hoher Rabatt bei niedriger Marge und aggressivem Ziel-ROAS. Das ergibt eine mathematisch unmögliche Aktion. Wenn die Deckung pro Sale negativ ist, hilft kein Volumen – kein noch so großer Newsletter macht die Aktion profitabel. Zweiter Fehler: den Rabatt brutto in netto-basierte Kalkulationen einrechnen und dadurch die Kosten um 19 Prozent überzeichnen.
Häufige Fragen
Warum ist die Deckung schnell negativ?
Weil Rabatt und Provision zusammen leicht die Zielquote übersteigen. Bei 10 Prozent Rabatt, 8 Prozent Provision und 30 Prozent Netzwerkgebühr fallen 20 Prozent Kosten an – bei Ziel-Kostenquote 15 Prozent ist das strukturell unmöglich.
Was sind die Stellhebel bei negativer Deckung?
Kleinerer Rabatt, größerer AOV (durch MBW), niedrigere Provision während der Aktion, oder ein weicheres Ziel (statt ROAS 5:1 lieber Kostenquote 20 Prozent für Aktionsphasen).
Sollte man Ziel-Kostenquote statt ROAS nutzen?
Bei Couponing oft ja – die Kostenquote ist intuitiver zu kommunizieren ("die Aktion darf 20 Prozent vom Umsatz kosten") und lässt Aktionsphasen klar von Nicht-Aktionsphasen abgrenzen.
