Ab welchem ROAS eine Kampagne profitabel ist – klassisch, mit Wiederkaufquote oder mit Ziel-Gewinnmarge.

Break-even-ROAS-Rechner

Ab welchem ROAS eine Kampagne profitabel ist – klassisch auf den Einzelkauf, mit Wiederkaufquote oder mit Ziel-Gewinnmarge.

Mindestens: Marge – je nach Modus zusätzlich Ziel-Gewinn oder AOV, Neukundenanteil, Wiederkaufquote und Ø Wiederkäufe.

Betrachtung
Erlaubte Kosten pro Bestellung
Max. Kostenquote
Break-even-ROAS

Mit Wiederkaufquote sinkt der Break-even-ROAS, weil ein Teil der Neukunden über den Erstkauf hinaus Deckungsbeitrag liefert. Formel für den zusätzlichen DB pro Neukunde: Wiederkaufquote × Ø Wiederkäufe × AOV × Marge. Die Kampagne kann sich also unterhalb des klassischen Break-even lohnen – wenn sie wirklich Neukunden bringt.

Wozu dient der Break-even-ROAS-Rechner?

Der Break-even-ROAS ist die Untergrenze, ab der eine Kampagne nicht mehr im Verlust läuft. Er hängt allein von der Produkt-Marge ab: Bei 35 Prozent Marge liegt der Break-even bei ROAS 2,86:1 – jeder ROAS darüber ist profitabel, jeder darunter Verlust. Dieser Rechner deckt drei Betrachtungen ab: klassisch (Einzelkauf), mit Wiederkaufquote (die Kampagne bringt Neukunden, die später wiederkaufen und den Break-even senken) oder mit Ziel-Gewinnmarge (die Kampagne soll nicht nur break-even laufen, sondern eine bestimmte Gewinnmarge erwirtschaften).

Formel und Berechnung

  • Break-even-ROAS = 100 ÷ Marge%
  • Mit Wiederkauf: erlaubte Kosten pro Bestellung = DB_Erstkauf + Neukundenanteil × Wiederkaufquote × Wiederkäufe × AOV × Marge
  • Mit Ziel-Gewinn: BE-ROAS = 100 ÷ (Marge% − Ziel-Gewinn%)

Beispielrechnung

Bei 35 Prozent Marge ist der klassische Break-even-ROAS 2,86:1. Mit 40 Prozent Neukundenanteil, 30 Prozent Wiederkaufquote, 2 Wiederkäufen und 120 € AOV steigt die erlaubte Kostenquote auf 43,4 Prozent, der Break-even sinkt auf 2,30:1. Mit 10 Prozent Ziel-Gewinnmarge steigt der Break-even auf 4:1.

Häufige Fehler

Der klassische Break-even wird oft als absolute Obergrenze verstanden – dabei ist er nur die Untergrenze. Wer im Programm-Management den Break-even nicht mindestens 40 bis 50 Prozent unterschreitet, lässt keinen Puffer für Aktionen, Boni oder Fehlkalkulationen. Zweiter Fehler: Wiederkaufquoten optimistisch ansetzen, ohne sie aus den eigenen Shop-Daten zu belegen. Ein Break-even mit spekulativer Wiederkaufquote ist nichts wert.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Break-even-ROAS und Ziel-ROAS?

Der Break-even-ROAS markiert die absolute Untergrenze der Profitabilität, der Ziel-ROAS ist die anvisierte Marge über dem Break-even. In der Praxis sollte der Ziel-ROAS mindestens 40 bis 50 Prozent über dem Break-even liegen.

Warum sinkt der Break-even mit Wiederkaufquote?

Weil ein Teil der Kampagnen-Kunden über den Erstkauf hinaus Deckungsbeitrag liefert. Wenn 40 Prozent der Neukunden wiederkaufen und dabei zusätzlichen Deckungsbeitrag bringen, darf der Erstkauf entsprechend mehr kosten – die Amortisation läuft über die Kundenbeziehung.

Wie realistisch ist die Wiederkauf-Rechnung?

Nur so realistisch wie die Wiederkaufquote selbst. Wer sie aus eigenen Kundendaten belegen kann, hat einen belastbaren Break-even. Wer sie schätzt, sollte konservativ ansetzen – lieber 20 Prozent Wiederkauf mit 1,5 Wiederkäufen als 50 Prozent mit 3 Wiederkäufen.

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