Zwei Abrechnungsmodelle vor dem Start durchrechnen: Eigenkampagne mit CPC gegen Publisher mit Provision.

Kampagnen-Forecast im Vergleich

Für die Planung, bevor eine Kampagne läuft: Erwartete Klicks, CPC und CR eintragen – der Rechner projiziert, was Eigenkampagne und Publisher-Modell voraussichtlich bringen. Die Ausgangswerte sind Prognosen aus Erfahrungswerten, Benchmarks oder Test-Kampagnen; der Ist-Vergleich weiter unten arbeitet dann mit den echten Zahlen aus dem laufenden Betrieb.

Mindestens: je Kanal erwartete Klicks und CR, dazu CPC (Eigenkampagne) bzw. Provision (Publisher), gemeinsam AOV.

Eigenkampagne (CPC-Abrechnung)
Publisher (CPO-Abrechnung)
EigenkampagnePublisher
Klicks
Sales prognostiziert
Sales nach Storno
Umsatz prognostiziert
Umsatz nach Storno
Ausgaben prognostiziert
Ausgaben nach Storno
CPO (nach Storno)
Kostenquote (nach Storno)
ROAS (nach Storno)

Klickkosten der Eigenkampagne fallen auch dann an, wenn Sales später stornieren; beim Publisher sinken Provision und Gebühr proportional zur Stornoquote. Prognosen sind so gut wie ihre CR- und CPC-Annahmen – Ergebnisse konservativ ansetzen und nach zwei bis vier Wochen mit dem Ist-Vergleich abgleichen.

Vor der Prognose Brand-Traffic trennen: Brand-Klicks konvertieren fast von allein und drücken den prognostizierten CPO auf beiden Seiten künstlich. Non-Brand-Werte für CPC und CR ansetzen.

Wozu dient der Kampagnen-Forecast im Vergleich?

Der Forecast-Rechner ist für die Planung, bevor eine Kampagne läuft: Erwartete Klicks, CPC und CR pro Kanal eintragen – der Rechner projiziert Sales, Umsatz, Ausgaben, CPO, Kostenquote und ROAS für beide Modelle. Damit lässt sich vor der Buchung sagen, welche Größenordnung realistisch ist und ob das Publisher-Modell oder die Eigenkampagne für den geplanten Ziel-Umsatz effizienter wäre. Vier Beispiel-Szenarien sind hinterlegt: Shopping Ads gegen CSS-Partner, Google Ads gegen SEA-Publisher, Display gegen Display-Partner, Social gegen Publisher mit Social-Einkauf.

Formel und Berechnung

  • Sales pro Kanal = Klicks × CR%
  • Umsatz = Sales × AOV
  • Ausgaben CPC-Kanal = Klicks × CPC (unabhängig von Storno)
  • Ausgaben CPO-Kanal = Umsatz × Provision% × (1 + Fee%) × (1 − Storno%)

Beispielrechnung

Bei 10.000 Klicks, 0,45 € CPC und 1,6 Prozent CR auf der CPC-Seite: 160 Sales, 19.200 € Umsatz, 4.500 € Ausgaben, ROAS nach Storno 3,75:1. Auf der Publisher-Seite bei 8.000 Klicks, 1,6 Prozent CR, 8 Prozent Provision und 30 Prozent Netzwerkgebühr: 128 Sales, 15.360 € Umsatz, nur 1.597 € Ausgaben, ROAS 9,62:1.

Häufige Fehler

Forecasts sind so gut wie ihre Annahmen. Wer CR-Werte optimistisch ansetzt, produziert Papier-Ergebnisse, die im Betrieb enttäuschen. Zweiter Fehler: Brand- und Non-Brand-Traffic vermischen. Brand-Klicks konvertieren fast von allein und drücken den prognostizierten CPO auf beiden Seiten künstlich – für den fairen Vergleich Non-Brand-Werte ansetzen.

Häufige Fragen

Wie realistisch sind CR-Prognosen?

Aus Test-Kampagnen ableitbar. Ohne Testdaten konservativ mit Branchen-Benchmarks arbeiten und die Prognose als Untergrenze verstehen.

Wann setzt sich das Publisher-Modell durch?

Wenn die CR bei beiden Kanälen ähnlich ist und die Provisionsquote unter dem effektiven CPC-Anteil am AOV liegt. Bei 120 € AOV und 0,45 € CPC entspricht der Klickkosten-Anteil bei 1,6 Prozent CR knapp 23 Prozent Kostenquote – 8 Prozent Provision inklusive Gebühr liegen bei 10,4 Prozent. Der Vorteil ist strukturell.

Was macht der Forecast anders als der Ist-Vergleich?

Er arbeitet mit erwarteten Werten (CPC, CR), der Ist-Vergleich mit realen Zahlen aus dem Report. Zwei bis vier Wochen nach Kampagnenstart sollte man den Ist-Vergleich gegen den Forecast rechnen und Annahmen kalibrieren.

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